Home News + Press Press Reports 09.02.2012 Autonome Montage-Roboter für die Produktion

09.02.2012 Autonome Montage-Roboter für die Produktion

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Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Projekt viEMA (vernetzte, informationsbasierte Einlern- und Ausführungsstrategien für autonome Montagearbeitsabläufe) hat gestern erstmals seinen Roboter-Prototypen öffentlich vorgestellt. Der Prototyp ist Teil des in viEMA entwickelten skalierbaren, roboter- und sensorgestützten Montagekonzepts, das je nach Situation den Wechsel von Hand- auf Automatenmontage zulässt. Mit passgenauen Geschäftsmodellen will viEMA wirtschaftlich attraktive Lösungen insbesondere für KMU bieten.

Berlin/ Karlsruhe, 09. Februar 2012 – Zhixing Xue, Gruppenleiter Service-Robotik am FZI Forschungszentrum Informatik und Konsortialführer des Forschungsprojekts, erklärte: „Der Roboter-Prototyp kann mit seinem Leichtbauroboterarm und einem Greifer das autonome Greifen und Platzieren von Gegenständen durchführen. Durch einen Sensor wird die Umgebung visuell ‚abgetastet’ und die zu ergreifenden Gegenstände vom Roboterarm erkannt. Damit haben wir eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung von sogenannten Einlern- und Ausführungsstrategien geschaffen, die die einfache, für jedes Produkt veränderbare Programmierung überhaupt erst ermöglichen.“ Für das autonome Greifen und Platzieren führt der Roboter eine Objekt- und Skilldatenbank mit.

Das Projekt setzt sich durch die sehr konkrete Aufgabenstellung des Robotersystems für Handarbeitsplätze deutlich von anderen vergleichbaren Vorhaben ab. Die Arbeiten in viEMA vereinen das autonome Erledigen der konkreten Aufgabe am Handarbeitsplatz, die Netzwerk- und Internet-Anbindung für den Modell- und Produktionsdatenaustausch und für die Fernwartung und Ferndiagnose des Systems. Weiterhin wird durch einen automatischen Abgleich der Teilebibliotheken und der Skill-Datenbanken der Aufwand hinsichtlich Wartung und Betrieb der Montagezelle wesentlich verringert.

Die Demonstration des Prototypen war Teil der Veranstaltung „FZI im Dialog: Service-Robotik“ im FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe. Die Veranstaltungen dienen der Vorstellung und Diskussion von Trends in der Anwendungsforschung rund um Informatik und IT.

Über AUTONOMIK

Das Technologieprogramm "Autonomik - Autonome und simulationsbasierte Systeme für den Mittelstand" ist der neue Förderschwerpunkt des BMWi im Rahmen des IT-Gipfel Leuchtturmprojekts "Internet der Dinge". Bei AUTONOMIK geht es um zukunftsweisende Ansätze für die Entwicklung einer neuen Generation von intelligenten Werkzeugen und Systemen, die eigenständig in der Lage sind, sich via Internet zu vernetzen, Situationen zu erkennen, sich wechselnden Einsatzbedingungen anzupassen und mit Nutzern zu interagieren.

Insgesamt haben sich 14 Projektverbünde, u. a. zu fahrerlosen Transportsystemen, robotischen Assistenten, autonomen Logistikprozessen und Klinikanwendungen für eine Förderung durch das BMWi qualifiziert. Die Projekte haben eine Laufzeit von durchschnittlich drei Jahren. Rund 100 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen wirken an den Vorhaben mit. Das Projektbudget beträgt zusammen ca. 110 Mio. Euro.

Weitere Informationen sind im Internet über www.autonomik.de und unter www.viema.org verfügbar.

Ansprechpartner für die Presse:

Helen Hüttl
LoeschHundLiepold Kommunikation
Tel.: 089-720187-291
E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

Projektleitung viEMA:

Zhixing Xue
FZI Forschungszentrum Informatik
Abteilung Interaktive Diagnose- und Servicesysteme (IDS)
Tel.: 0721 9654-204
E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it